| Auszug Lausitzer Rundschau vom 21.08.2004
OSL-Nord. Die EMIS-Gmbh Lübbenau und attomol Lipten waren gestern Vormittag die Stationen eines Arbeitsbesuches von Ministerpräsident Matthias Platzeck. Dabei zeigte sich Platzeck beeindruckt von der Entwicklung der EMIS-Groupe, zu der mittlerweile fünf Unternehmen zählen. Gegründet aus einer Kraftwerksausgliederung gehören rund 300 Beschäftigte zu der weltweit in mehreren Bereichen erfolgreich tätigen Firmengruppe.
 Stefan Hottas (r.) erklärt Mathias Platzeck ein Steuerungselement. Außerdem auf dem Foto: EMIS-Geschäftsführer Eberhard Perschk (l.), Landtagsabgeordneter Werner-Siegwart Schippel (2. v. l.), Landtagsvizepräsident Martin Habermann (4. v. l.).
Wie schaffen Sie es, so erfolgreich am Markt zu sein?, wollte Matthias Platzeck von dem Lübbenauer Unternehmen wissen. Geschäftsführer Eberhard Perschk sprach von den Nischen, die sich die Firmenleitung immer wieder suche. So sei das handwerkliche Know-how bei der Installation von Mess- und Regeltechnik die starke Seite. «Die großen der Branche haben dieses Feld abgegeben», erklärte Perschk.
Großer Vorteil der rein ostdeutschen Firma mit kaum merklicher Personalfluktuation ist die große Flexibilität der Mitarbeiter, die sich schnell auch auf längere Auslandeinsätze einstellen können. Platzeck bestätigte die großen Flexibilität der Brandenburger Arbeitnehmer. Wer etwas anderes behauptet, verkenne die Situation, so der Ministerpräsident.
Beim Rundgang ließ er sich von Techniker Stefan Hottas (30) eine Projektsteuerung für die Firma Vogel aus Senftenberg zeigen. Wenig später erklärte Azubi Steven Freitag (19) ein Anlagen-Steuerungselement, das er zu seinem Prüfungsthema gewählt hat.
Bevor der Ministerpräsident weiter nach Lipten fuhr, orientierte er EMIS darauf, sich beizeiten sich um Nachwuchs zu kümmern, denn in zwei Jahren wirke sich der Geburtenknick auf den Azubi-Jahrgängen aus.
Beim hochinnovativen Biotechnologieunternehmen in Lipten ließ sich der Ministerpräsident das Verfahren der Tumordiagnostik erklären. Vor einigen Jahren war eigens dafür ein Netzwerk mit der Fachhochschule Lausitz und weitere Unternehmen gegründet worden, das als regionaler Wachstumskern vom Bundesforschungsministerium gefördert wird. «Netzwerke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu knüpfen, darin liegen die Zukunftschancen für Brandenburg,» erklärte Matthias Platzeck.
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